Eltern werden - Eltern sein
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wegweiser Trauer beim Tod des Kindes

 

Du bist ins Leere entschwunden,

aber im Blau des Himmels

hast du eine unfassbare Spur zurückgelassen,

im Wehen des Windes unter den Schatten

ein unsichtbares Bild.

 

Rabindranath Tagore

 

 

Auf den ersten Blick erscheint es wahrscheinlich befremdlich, beim Thema „Eltern werden“ dem Thema „Trauer“ zu begegnen. Verbinden wir doch mit Schwangerschaft, Geburt und Baby ein freudiges Ereignis.

Doch leider tritt manchmal auch das Unfassbare ein, der frühe Tod eines Kindes in der Schwangerschaft, während oder kurz nach der Geburt.

Zum Schlimmsten, was einem Menschen widerfahren kann, gehört sicher der Tod eines eigenen Kindes. Alle Pläne und Wünsche, Hoffnungen, Träume und Lebensentwürfe für ein Leben mit diesem Kind sind plötzlich gekappt, abgeschnitten.

Der Tod eines Kindes bringt das Familiengefüge ins Wanken und ergreift das gesamte soziale Umfeld.

Wir verstehen diesen Tod nicht, weil er gegen unser Verständnis ist, dass Kinder ihre Eltern überleben.

 

Wohin mit der Traurigkeit, der Verzweiflung, der Wut, dem Schmerz, den Schuldgefühlen, der Leere..?

Wohin mit all der Liebe für das erwartete Kind?

Liebe und Trauer sind eng miteinander verbunden. Je tiefer wir eine Bindung eingegangen sind, desto mehr Schmerzen empfinden wir beim Verlust. Außenstehende können die Trauer von Eltern, die ihr Kind so früh verloren haben, oft nicht nachvollziehen, weil sie keine Vorstellung von der Tiefe der Bindung haben. („das Kind war ja noch gar nicht richtig da“)

Trauer ist Liebe,

sich dessen bewusst zu werden und sie im Herzen zu bewahren, ist Teil der Trauerarbeit.

Trauer ist ein Prozess,

der in all seiner Heftigkeit durchlebt und durchlitten werden will. Im Durchleben der vielfältigen, oft widersprüchlichen Gefühle können die Kraft und Lebendigkeit entdeckt werden, die in der Trauer stecken.

Der Trauerprozess verläuft in seiner Intensität und Dauer sehr individuell. Es gibt in dieser Zeit kein richtig oder falsch, es zählt nur, was den Trauernden hilft.

Trauer ist eine starke Energie. Sie kann helfen, wieder heil zu werden.

Wieder heil zu werden, wieder liebes- und lebensfähig zu sein, ist nur möglich, wenn Trauernde es wagen, die Erfahrung des Verlustes bewusst zu durchleben und sich von ihr erschüttern zu lassen.

Tief im Innern weiß jeder Mensch, was gut und hilfreich für ihn ist. Um an dieses Wissen anzuschließen braucht es Zeit, einen geschützten Raum und oft etwas Ermutigung. Dann können sich neuer Lebensmut und neue Lebensperspektiven entwickeln.


Monika Ungruhe

Kontakt
Tel.030/854 61 44
monika.ungruhe@gmx.de
www.portadora.de 


Meine Angebote

- Einzelbegleitung von Frauen/ Paaren nach Fehlgeburt, stiller Geburt, Totgeburt und frühem Kindstod (bis 8 Wochen nach der Geburt/ Fehlgeburt übernimmt die Krankenkasse Hebammenleistungen nach der Hebammengebührenordnung).
- Trauergruppen in Reinickendorf nach Verlust eines nahestehenden erwachsenen Menschen

 

Rückbildungskurs
für verwaiste Mütter

     

 

Ein Kind in der Schwangerschaft,
während oder nach der Geburt
zu verlieren, ist eine äußerst schmerzhafte Erfahrung.
Frauen, die dieses erlebt haben,
brauchen einen geschützten Raum.

 

Entspannende und kräftigende
Übungen fördern körperliches und seelisches Wohlbefinden und können
helfen im Prozess der Neufindung.

 

Beckenbodenübungen
stärken die eigene Mitte
mit positiver Wirkung auf die
Rücken- und Bauchmuskulatur.

 

 

Monika Ungruhe

 

Hebamme und Trauerbegleiterin

 

bietet in einem hellen Raum geschlossene Gruppen an. 
Auf Wunsch sind auch
Austausch und Gespräche möglich.

 

Ort

Bewegungsraum

Möckernstr.68, Aufgang A

10965 Berlin

S+U Bahn Yorckstr.

Bus M 19 Katzbachstr.

 

aktuelle (Kurs-)Termine bitte telefonsich erfragen

 

Kosten

werden von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen,
wenn der Kurs 9 Monate
nach der Geburt / Fehlgeburt
beendet ist.

 

Anmeldung/Infos

Monika Ungruhe

030 - 854 61 44


Literatur

Lothrop, Hannah: Gute Hoffnung-Jähes Ende. Kösel 2000
P. F. Thomese:
Schattenkind. Berliner Verlag
Wiese, Anja:
Um Kinder trauern. Goldmann 2001
Lutz, Gottfried;  Künzler-Riebel, Barbara:
Nur ein Hauch von Leben. Kaufmann Verlag 1997
Schiff, Harriet S.:
Verwaiste Eltern. Kreuz Verlag 1990
Nijs, Michaela:
Trauern hat seine Zeit. Neue Rituale beim Tod eines Kindes. Hogrefe Verlag Göttingen
Fritsch, Julie:
Unendlich ist der Schmerz. Kösel 1995
Canacakis, Jorgos:
Ich sehe Deine Tränen. Trauern, Klagen, Leben können. Kreuz Verlag 1987
Hemmerich, Fritz Helmut:
In den Tod geboren. Ein Weg für Eltern und Helfer bei Fehlgeburt Abbruch Totgeburt. Hygias 2000
Fleck-Bohaumilitzki, Christine; Fleck, Christian: Du hast kaum gelebt. Kreuz Verlag


Selbsthilfegruppen
„Leben ohne Dich“ e.V.

www.leben-ohne-dich.de

 

Initiative REGENBOGEN „Glücklose Schwangerschaft“ e.V.

www.initiative-regenbogen.de

 

Verwaiste Eltern in Deutschland (VEID)

www.veid.de

 

Verwaiste Eltern und Geschwister Berlin e.V.

www.vegb.de

 

TABEA e.V.

www.tabea-ev.de



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